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Backstreet Boys Konzert – warum uns dieser Abend so viel mehr gegeben hat als nur ein Konzert

11. Okt.
6 Min. Lesezeit

Über die Erinnerungen an unsere Jugend, das Gefühl von Leichtigkeit und die Sehnsucht, einfach mal wieder unbeschwert zu sein.


Eine Woche ist das Backstreet-Boys-Konzert in Düsseldorf nun schon her. Und obwohl der Alltag längst wieder eingekehrt ist, merke ich, dass dieser Abend immer noch in mir nachschwingt.

Ich hätte vorher wirklich nicht gedacht, dass mich dieses Konzert emotional so berühren würde.

Natürlich habe ich mich riesig darauf gefreut. Schließlich haben mich die Backstreet Boys durch meine Jugend begleitet. Ihre Musik, die Lieder, die man auch nach all den Jahren noch auswendig mitsingen kann, all die Erinnerungen, die man damit verbindet.

Aber als ich dann dort stand, umgeben von so vielen Menschen, die genauso begeistert mitsangen, war da plötzlich noch etwas anderes.

Ich hatte zwischendurch tatsächlich fast Tränen in den Augen.

Nicht, weil ich traurig war. Ganz im Gegenteil.

Es war dieses unglaublich schöne Gefühl, für einen Moment wieder in eine andere Zeit einzutauchen.

Und ich glaube, vielen Frauen ging es an diesem Abend ganz ähnlich.


Vielleicht waren es gar nicht nur die Backstreet Boys mit ihrem Konzert…

Als ich nach dem Konzert mein Reel auf Instagram geteilt habe, hätte ich niemals mit dieser Resonanz gerechnet.

So viele Likes, Kommentare und Menschen, die den Beitrag geteilt haben.

Aber was mich daran besonders gefreut und auch berührt hat, war die Erkenntnis, dass sich offenbar so viele Frauen in meinen Worten wiedergefunden haben.

Denn vielleicht waren es gar nicht nur die Backstreet Boys selbst, die diesen Abend so besonders gemacht haben.

Vielleicht war es dieses Gefühl, plötzlich wieder 15 oder 16 zu sein.

Zurück in eine Zeit, in der vieles noch ein bisschen leichter war.

Als wir uns mit Freundinnen getroffen haben, ohne vorher groß zu planen. Als wir Musik gehört, getanzt und gelacht haben, ohne dabei ständig an die nächste Aufgabe zu denken.

Eine Zeit, in der wir noch nicht so viel Verantwortung getragen haben.

Keine endlosen To-do-Listen, keine beruflichen Verpflichtungen, keine Familienorganisation, keine ständige Erreichbarkeit.

Natürlich war auch damals nicht immer alles einfach. Und ich möchte die Vergangenheit keinesfalls schöner machen, als sie tatsächlich war.

Aber wenn ich heute an meine Jugend zurückdenke, dann verbinde ich damit vor allem eines:

Dieses Gefühl von Leichtigkeit.

Und vielleicht war es genau das, was an diesem Abend für ein paar Stunden wieder so unglaublich präsent war.


Warum uns Musik manchmal so tief berührt

Hast du dich schon einmal gefragt, warum ein bestimmtes Lied dich innerhalb weniger Sekunden in eine ganz andere Zeit zurückversetzen kann?

Du hörst die ersten Töne und plötzlich erinnerst du dich an Menschen, Orte oder Situationen, an die du vielleicht schon seit Jahren nicht mehr gedacht hast.

Manchmal reicht tatsächlich ein einziger Song.

Musik ist eng mit unserem emotionalen Gedächtnis verbunden. Wenn wir Lieder hören, die uns in einer wichtigen Lebensphase begleitet haben, können Erinnerungen und die damit verbundenen Gefühle besonders lebendig werden.

Gerade die Musik unserer Jugend hat dabei häufig eine besondere Bedeutung.

Denn in dieser Zeit erleben wir vieles zum ersten Mal. Wir entwickeln unsere eigene Identität, schließen intensive Freundschaften, verlieben uns vielleicht zum ersten Mal und entdecken, wer wir eigentlich sein möchten.

Musik wird dabei oft zu einer Art persönlichem Soundtrack.

Und wenn wir diese Lieder viele Jahre später wieder hören, erinnern wir uns nicht nur an die Musik.

Wir erinnern uns auch daran, wie wir uns damals gefühlt haben.

Vielleicht erklärt das ein kleines bisschen, warum ich bei diesem Konzert so emotional geworden bin.

Es war nicht nur die Freude darüber, die Backstreet Boys live zu sehen.

Es war auch die Erinnerung an eine Lebensphase, die längst vergangen ist und trotzdem noch immer ein Teil von mir ist.


Mitten im Leben – und manchmal so weit weg von dieser Unbeschwertheit

Heute, mit Anfang 40, sieht mein Leben natürlich ganz anders aus.

Ich bin Mutter von drei Kindern, Ehefrau und selbstständig. Und wie wahrscheinlich viele andere Frauen in meinem Alter versuche ich jeden Tag, ganz unterschiedliche Aufgaben und Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen.

Da gibt es die Familie, den Beruf, den Haushalt, Termine, Verantwortung und unzählige Kleinigkeiten, die im Kopf herumschwirren.

Und auch wenn ich mein heutiges Leben liebe und dankbar dafür bin, merke ich manchmal, wie schnell man in dieses ständige Funktionieren hineingerät.

Morgens aufstehen, obwohl man vielleicht noch müde ist.

Die Kinder versorgen, Termine organisieren, arbeiten, Nachrichten beantworten, einkaufen, planen und daran denken, was morgen schon wieder ansteht.

Und irgendwo dazwischen versucht man, auch noch Zeit für sich selbst zu finden.

Ich glaube, viele Frauen kennen dieses Gefühl.

Wir sind so sehr damit beschäftigt, dass alles läuft, dass wir manchmal gar nicht merken, wie selten wir uns einfach nur treiben lassen.

Ohne Plan. Ohne Verpflichtung. Ohne das Gefühl, gerade etwas Sinnvolles machen zu müssen.

Und genau deshalb war dieser Konzertabend für mich so besonders.

Für ein paar Stunden gab es nichts zu organisieren, nichts abzuarbeiten und niemanden, dem ich gerecht werden musste.

Ich konnte einfach dort stehen, laut mitsingen, tanzen, lachen und diesen Moment genießen.

Und vielleicht ist es genau diese Unbeschwertheit, nach der wir uns manchmal sehnen, ohne es überhaupt zu merken.


Was solche Momente mit unserem Wohlbefinden zu tun haben

In meiner Arbeit als ganzheitliche Gesundheitsberaterin und Yogalehrerin beschäftige ich mich intensiv mit Stress, Erschöpfung, Resilienz und der Regulation unseres Nervensystems.

Dabei geht es mir nicht nur darum, wie wir besser mit Belastungen umgehen können.

Sondern auch darum, wie wir wieder mehr Raum für die Dinge schaffen, die uns guttun.

Denn Erholung bedeutet nicht ausschließlich, still auf dem Sofa zu liegen, Yoga zu praktizieren oder zu meditieren.

Manchmal kann Erholung auch bedeuten, ausgelassen zu tanzen, mit Freundinnen zu lachen oder etwas zu erleben, das uns einfach glücklich macht.

Positive Emotionen, soziale Verbundenheit und schöne Erlebnisse können unser psychisches Wohlbefinden stärken und helfen, Abstand von den Belastungen des Alltags zu gewinnen.

Natürlich ist ein lautes Konzert nicht automatisch entspannend für unser Nervensystem. Schließlich sind dort auch viele Reize, Lautstärke und Aufregung.

Aber es kann uns auf einer anderen Ebene unglaublich guttun.

Weil wir Freude empfinden. Weil wir uns mit anderen Menschen verbunden fühlen. Weil wir für einen Moment nicht über unsere Verpflichtungen nachdenken.

Und weil wir etwas erleben, das nur für uns selbst ist.

Ich finde, gerade das vergessen wir im Alltag manchmal.

Nicht alles, was uns guttut, muss ruhig sein. Manchmal darf es auch laut, wild und voller Begeisterung sein.


Vielleicht vermissen wir gar nicht unsere Jugend …

Je länger ich über diesen Abend nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es gar nicht unbedingt darum geht, noch einmal jung sein zu wollen.

Denn eigentlich möchte ich mein heutiges Leben gar nicht gegen mein damaliges eintauschen.

Ich liebe meine Familie, meine Kinder und das, was ich mir in den vergangenen Jahren aufgebaut habe.

Und trotzdem gibt es Momente, in denen ich mich nach diesem Gefühl von früher sehne.

Nach Spontaneität. Nach weniger Gedanken. Nach dieser Selbstverständlichkeit, einfach etwas zu tun, weil es Spaß macht.

Ohne vorher zu überlegen, ob dafür überhaupt Zeit ist.

Vielleicht vermissen wir also gar nicht unsere Jugend.

Vielleicht vermissen wir manchmal einfach das Gefühl, das wir mit ihr verbinden.

Und das Schöne daran ist doch, dass dieses Gefühl nicht an ein bestimmtes Alter gebunden ist.

Wir können auch mit 40, 50 oder 60 ausgelassen sein.

Wir dürfen tanzen, laut mitsingen, albern sein, spontan etwas unternehmen und Dinge tun, die einfach nur Freude machen.

Nicht, weil sie uns produktiver machen.

Nicht, weil sie auf irgendeiner To-do-Liste stehen.

Sondern einfach, weil wir Lust darauf haben.


Ein bisschen mehr Leichtigkeit im Alltag

Ich habe aus diesem Konzertabend etwas mitgenommen, das ich mir auch für meinen Alltag bewahren möchte.

Die Erinnerung daran, dass zwischen all unseren Verpflichtungen auch noch Platz für Leichtigkeit sein darf.

Und dass wir nicht immer erst auf den nächsten Urlaub, das nächste Konzert oder eine besondere Gelegenheit warten müssen, um dieses Gefühl zu erleben.

Vielleicht reicht manchmal schon ein Lieblingslied, das wir morgens im Auto richtig laut aufdrehen.

Ein spontanes Treffen mit einer Freundin.

Ein Abend, an dem wir den Haushalt einfach mal Haushalt sein lassen.

Oder ein Moment, in dem wir ganz bewusst entscheiden, jetzt einmal nicht erreichbar zu sein.

Ich glaube, es sind oft genau diese kleinen Dinge, die im Alltag einen Unterschied machen können.

Und vielleicht dürfen wir uns selbst viel öfter die Erlaubnis geben, sie zu genießen.

Ohne schlechtes Gewissen.

Ohne das Gefühl, vorher erst alles erledigt haben zu müssen.


Was von diesem Abend bleibt

Wenn ich heute an das Backstreet-Boys-Konzert zurückdenke, denke ich natürlich an die Musik, die Stimmung und die vielen Menschen, die gemeinsam gesungen haben.

Aber vor allem denke ich an dieses Gefühl.

An die Freude, die Begeisterung und daran, wie schön es war, für ein paar Stunden einfach alles andere zu vergessen.

Und ich bin wirklich dankbar, dass ich diesen Abend erleben durfte.

Vielleicht hat mich das Konzert auch deshalb so berührt, weil es mich an etwas erinnert hat, das wir im Trubel des Alltags manchmal aus den Augen verlieren:

Dass das Leben nicht nur aus Verantwortung, Verpflichtungen und Funktionieren bestehen sollte.

Sondern auch aus all den Momenten, in denen wir uns lebendig, frei und unbeschwert fühlen.

Und dafür müssen wir nicht noch einmal 16 sein.

Wir dürfen uns diese Momente auch heute schenken.

Vielleicht sogar ein bisschen öfter. 🤍

Und jetzt würde mich interessieren:

Warst du auch bei einem der Backstreet-Boys-Konzerte dabei? Hast du dich ebenfalls für ein paar Stunden in deine Jugend zurückversetzt gefühlt?

Oder gibt es ein anderes Lied, einen Ort oder ein Erlebnis, das bei dir sofort dieses Gefühl von früher auslöst?

Ich freue mich, wenn du deine Gedanken mit mir teilst.


Deine Jana

Ganzheitliche Gesundheitsberaterin & Yogalehrerin mit dem Schwerpunkt Stress, Erschöpfung und Resilienz

 
 
 

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