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Die Kraft des Beckenbodens – warum er so viel mehr ist als „nur“ eine Muskelgruppe

  • 20. Aug. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Dez. 2025

Vielleicht kennst du dieses Gefühl:Etwas in dir fühlt sich instabil an. Dein Körper sendet dir feine Signale – im unteren Rücken, in der Hüfte, im Bauchraum oder sogar im Atem. Manchmal ist es nur ein diffuses Gefühl von „nicht ganz getragen sein“.

Oft liegt der Ursprung dafür tiefer – wortwörtlich.Im Zentrum unseres Körpers, in einer Region, über die wir viel zu selten sprechen: unserem Beckenboden.

Der Beckenboden ist weit mehr als eine Muskelplatte, die uns hält. Er ist unser körperliches Fundament, unsere innere Stabilität, unsere Kraftquelle – und auf energetischer Ebene unsere Verwurzelung im Leben.



Warum ich dieses Thema so tief lebe

Ich bin ausgebildete Beckenbodentrainerin, Holistic Health Coach und Yoga-Lehrerin – und vor allem: Mutter von drei Kindern.

Nach drei natürlichen Geburten habe ich selbst erfahren, wie stark der Beckenboden beansprucht wird. Wie er sich verändern kann, wie Instabilität, Rückenschmerzen oder ein Gefühl von „nicht mehr ganz bei sich sein“ entstehen – und wie wichtig es ist, den Beckenboden kontinuierlich, bewusst und liebevoll wieder aufzubauen.

Diese eigenen Erfahrungen, kombiniert mit meiner fachlichen Ausbildung und über 10 Jahren selbstständiger Arbeit im ganzheitlichen Gesundheitsbereich, prägen meine heutige Begleitung.Ich weiß: Ein gesunder Beckenboden entsteht nicht durch „Anspannen um jeden Preis“, sondern durch Verbindung, Wahrnehmung und Balance.



Beckenbodengesundheit betrifft Frauen und Männer


Auch wenn der Beckenboden oft als „Frauenthema“ betrachtet wird:👉 Männer haben ebenfalls einen Beckenboden – und sind genauso betroffen.

Eine Beckenbodenschwäche kann entstehen:

  • durch langes Sitzen

  • chronischen Stress

  • schwere körperliche Arbeit

  • falsches Krafttraining

  • Übergewicht

  • Atemmuster mit hohem Druck nach unten

  • Operationen oder Prostataeingriffe

  • dauerhaftes „Anspannen“ ohne Entspannung

Ganz unabhängig von Schwangerschaft oder Geburt.



Wie sich eine Beckenbodenschwäche schleichend zeigt


Nicht immer beginnt sie mit Inkontinenz. Häufig sind es leise Signale:

  • Rückenschmerzen oder Instabilität im Becken

  • Druck- oder Fremdkörpergefühl im Unterleib

  • Hüft- oder Leistenschmerzen

  • Verspannungen im Kiefer oder Nacken

  • eingeschränkte Sexualität oder vermindertes Empfinden

  • schnelleres Erschöpftsein

  • Gefühl von innerer Schwäche oder fehlender Erdung

Der Beckenboden wirkt auf den ganzen Körper – und auf unser emotionales Erleben.



Die drei Ebenen der Prävention


Primäre Prävention – bevor Beschwerden entstehen

Hier geht es um Bewusstsein und Vorbeugung.Sanfte Übungen, Atemarbeit und achtsame Wahrnehmung helfen, den Beckenboden frühzeitig zu integrieren – besonders in Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft, Rückbildung oder Wechseljahre.

Sekundäre Prävention – wenn erste Signale auftreten

Leichtes Nachgeben beim Niesen, Druckgefühle oder Rückenschmerzen sind Hinweise, genauer hinzuschauen.Gezielte Übungen und ganzheitliche Begleitung können hier viel bewirken – bevor sich Beschwerden manifestieren.

Tertiäre Prävention – bei bestehenden Problemen

Auch bei Inkontinenz, Senkungen oder chronischen Beschwerden kann Beckenbodenarbeit die Lebensqualität deutlich verbessern.Wichtig: immer im Zusammenspiel von Kraft und Entspannung.



Der Beckenboden im Zusammenspiel mit dem ganzen Körper


Der Beckenboden arbeitet niemals isoliert:

  • Kiefer & Nacken: Spannung im Kiefer überträgt sich oft direkt nach unten

  • Hüfte & Beine: Gesäß, Adduktoren und tiefe Hüftmuskeln sind eng verbunden

  • Atem & Rumpf: Zwerchfell, Bauch- und Rückenmuskulatur bilden mit dem Beckenboden ein funktionelles Team

Ein freier Atemfluss ist entscheidend für eine gesunde Beckenbodendynamik.



Der energetische Blick: Mulabandha im Yoga


In der Yogapraxis sprechen wir von Mulabandha, dem Wurzelverschluss.Dabei geht es nicht um permanentes Anspannen, sondern um bewusste Aktivierung aus der Tiefe.

  • körperlich: Stabilität und Aufrichtung

  • energetisch: Erdung und Lebensenergie

  • emotional: Sicherheit, Vertrauen und innere Kraft

Ein gesunder Beckenboden schenkt uns das Gefühl, im Leben getragen zu sein.



Ernährung & Lebensstil – unterschätzte Schlüssel


Auch über Ernährung lässt sich der Beckenboden positiv beeinflussen:

  • entzündungshemmende, pflanzenreiche Ernährung

  • ausreichend Eiweiß für Muskelaufbau

  • Magnesium, Zink & B-Vitamine für Nerven & Muskulatur

  • ballaststoffreiche Kost zur Vermeidung von Pressdruck

  • genügend Flüssigkeit

Dauerhaftes Pressen, Verstopfung und Stress wirken direkt belastend auf den Beckenboden.



Wege zu einem starken, lebendigen Beckenboden


  • gezielte Beckenbodenübungen

  • Yoga & funktionelle Bewegungen

  • Atemarbeit

  • bewusste Entspannung

  • Stressregulation

  • energetische Praxis

  • ein nährender Lebensstil

Ganzheitlich betrachtet – nicht isoliert.



Dein nächster Schritt – persönliche Begleitung

Wenn du dir konkrete, sichere und wirksame Übungen wünschst, begleite ich dich gern.


Online-Kurs:

„4 Wochen Beckenboden stärken & deine Energie aufbauen“

  • individuelle, alltagstaugliche Übungen

  • Kombination aus Beckenbodentraining, Atem & Yoga

  • sanfter Aufbau statt Überforderung

  • persönliche Begleitung im Online-Format


👉 Ideal für Frauen und Männer – unabhängig von Geburt oder Trainingsstand.

Zusätzlich kannst du dich in meinen ganzheitlichen 1:1 Coachings begleiten lassen, wenn du tiefer eintauchen möchtest – körperlich, emotional und energetisch.




✨ Dein Beckenboden ist nicht nur eine Muskelgruppe.Er ist dein Fundament, dein innerer Anker und eine Quelle von Kraft, Stabilität und Lebensenergie.Und er verdient Aufmerksamkeit – liebevoll, achtsam und nachhaltig. ✨

 
 
 

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